Fleisch zur Rohfütterung von Katzen und Hunden
B.A.R.F. bedeuted Biologisch Artgerechte Roh Fütterung
Wenn man eine Katze auf Rohfleisch umstellen möchte und dies nicht direkt angenommen wird, muss man also gegebenenfalls etwas tricksen. Am Einfachsten fängt man an, indem man seiner Katze erst einmal ein Stück rohes Fleisch anbietet. Geflügel wird meist aufgrund der zarten Konsistenz gerne genommen, alternativ kann man es auch mit klein geschnittenen Hühnerherzen versuchen oder einfach mit einem Stückchen Gulasch. Kein rohes Schweinefleisch, aber das wissen Sie wahrscheinlich schon.
Zeigt die Katze kein Interesse, kann man sie beim nächsten Versuch das Fleisch z.B. “erjagen” lassen. Also gegebenfalls ein Stück Fleisch beim Schneiden ganz aus Versehen fallen lassen, oder das Fleisch mit der Hand etwas hin und her bewegen. (Und nein, man sollte bei solchen Aktionen keinesfalls darüber nachdenken, ob man sich gerade komplett zum Deppen macht oder was ein zufälliger Zuschauer denken könnte). Der Jagdinstinkt der Katze wird meistens irgendwann geweckt. Idealerweise sollte man solche Aktionen natürlich zu einer Zeit stattfinden lassen, die sonst auch Fütterungszeit ist und damit die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass die Katze hungrig sein dürfte.Wird das Fleisch grundsätzlich akzeptiert, sollte man darauf schrittweise, aber kontinuierlich aufbauen. Man kann dann erst einmal ein- bzw. mehrmals die Woche eine Fütterung durch Fleisch ersetzen.
Keine Angst, dass es zu Mangelerscheinungen kommen könnte, man kann ca. 20% der Gesamtfuttermenge durch Fleisch ersetzen, ohne dass man zwangsläufig Zusätze ergänzen muss.Dabei sollte man in jedem Fall verschiedene Fleischsorten ausprobieren – am besten solche, die den bislang akzeptierten Fleischsorten in der Konsistenz ähneln (Da sind wie wieder beim Stichwort “Neophobie”). Wenn die Katze also Pute frisst, versucht man es mit anderem Geflügel wie Huhn (ruhig mit Haut!), Hühnerherzen, dann evtl. Kaninchen und so weiter. Hühnermägen werden oft auch gerne gefressen, bei untrainierten Katzen sollte man diese allerdings zerteilen, da Hühnermägen recht zäh sind.Hat man geschafft, dass verschiedene Fleischsorten gefressen werden – super.
Denn damit hat man schon viel erreicht und kann den nächsten Schritt in Angriff nehmen – die Supplemente, also die Zusätze, die die Katze gegebenenfalls benötigt.
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